Mehr Zeit für den Wechsel: Microsoft verlängert Windows 10 ESU-Support
Wer seinen Rechner nach wie vor mit Windows 10 betreibt, kann vorerst durchatmen. Microsoft gewährt privaten Nutzern eine unerwartete Fristverlängerung beim kostenpflichtigen ESU-Programm (Extended Security Updates). Die Versorgung mit Sicherheitsupdates wird um ein volles Jahr ausgedehnt, sodass der neue Endtermin nun auf den 12. Oktober 2027 fällt.
Was ist das ESU-Programm überhaupt?
Das Extended Security Updates (ESU) Programm ist eine Art Notfall-Versicherung für ältere Betriebssysteme. Sobald eine Windows-Version ihr offizielles Support-Ende erreicht, stellt Microsoft die reguläre, kostenlose Verteilung von Updates ein. Wer das System dennoch weiter nutzen möchte, ohne es extremen Sicherheitsrisiken durch ungepatchte Schwachstellen auszusetzen, kann über das ESU-Programm eine kostenpflichtige Verlängerung buchen. Das System erhält dadurch weiterhin kritische und wichtige Sicherheits-Patches, allerdings kommen keine neuen Funktionen oder optischen Neuerungen mehr hinzu.
Automatische Verlängerung ohne Zusatzkosten
Besonders komfortabel gelöst: Wer sich bereits für die erweiterten Updates registriert hat, muss keinerlei bürokratische Hürden nehmen oder neue Verträge abschließen. Die Verlängerung greift vollautomatisch, und das System bleibt bis zum neuen Stichtag im Herbst 2027 geschützt, ohne dass dafür zusätzliche Gebühren fällig werden.
Die Hintergründe zur Entscheidung
Als Grund für das Entgegenkommen nennt der Softwarekonzern den teils zeitaufwendigen Prozess, den die Anschaffung und Einrichtung eines neuen Computers im Alltag mit sich bringt. Durch das zusätzliche Jahr soll der Druck von den Anwendern genommen werden. Sie erhalten den nötigen Freiraum, um sich ohne Sicherheitsrisiko nach angemessener Hardware umzusehen.
An den allgemeinen Upgrade-Plänen ändert dieser Schritt jedoch nichts. Das reguläre, kostenfreie Support-Ende von Windows 10 bleibt bestehen. Die Maßnahme betrifft rein die Laufzeitverlängerung des ESU-Dienstes. Für die breite Nutzerschaft bedeutet dies dennoch einen willkommenen Puffer, um den Umstieg auf Windows 11 oder ein neues Endgerät entspannt vorzubereiten.
Quelle: Windows Blog